• Heim
  • Blog
  • Spreizfuß (abgesenkter Vorfuß)

Spreizfuß (abgesenkter Vorfuß)

Schmerzen im Vorfuß, empfindliche Fußballen, Müdigkeitsgefühl sowie Taubheitsgefühle im Fuß können auf einen Spreizfuß beziehungsweise ein abgesenktes Quergewölbe hindeuten.

Oft entsteht dieses Problem durch eine Überlastung des Vorfußes – zum Beispiel durch langes Gehen und Stehen oder durch ungeeignetes Schuhwerk. In den meisten Fällen lassen sich Beschwerden durch bequeme Schuhe, Einlegesohlen oder spezielle Hilfsmittel zur Entlastung des Vorfußes, sogenannte Pelotten, deutlich lindern. Ein Spreizfuß wird auch als Vorfußinsuffizienz bezeichnet.

Was ist ein Spreizfuß?

Der vordere Teil des Fußes besitzt normalerweise ein quer verlaufendes Fußgewölbe. Das bedeutet, dass der mittlere Bereich des Vorfußes etwas höher liegt als die Seiten. Dadurch kann der Fuß Belastungen besser abfedern. Senkt sich dieses Quergewölbe ab, wird der Vorfuß flacher und die natürliche Stützfunktion nimmt ab. Infolgedessen werden die Fußballen und die Grundgelenke der mittleren Zehen stärker belastet, was zu Schmerzen im Vorfuß führen kann.

Ein Spreizfuß kann außerdem dazu führen, dass ein Nerv im Bereich der Vorfußgelenke eingeengt wird. Diese Beschwerden werden als Morton-Neurom oder Morton-Syndrom bezeichnet und können sehr schmerzhaft sein. Durch die erhöhte Belastung steigt zudem das Risiko für Entzündungen und Schwellungen, was die Beschwerden weiter verstärken kann.

Symptome bei abgesenktem Vorfuß

Frühe Anzeichen eines Spreizfußes sind Druckempfindlichkeit im Bereich der Fußballen, Taubheitsgefühle im Fuß sowie zeitweise ein vermindertes Gefühl im Vorfuß. Häufig bildet sich auch Hornhaut an den Stellen, an denen das Quergewölbe abgesunken ist.

Viele Betroffene berichten außerdem von einem müden, überlasteten Fuß und dem Gefühl, als würden die Knochen beim längeren Stehen direkt auf den Boden drücken. Bleiben die Beschwerden bestehen und entwickelt sich zusätzlich ein Morton-Syndrom, werden die Schmerzen oft intensiver – zum Beispiel nach längerer Belastung, beim Gehen, Laufen oder Training. Typisch sind stechende oder brennende Schmerzen im Vorfuß, die teilweise ausstrahlen können. Ist der Nerv gereizt oder entzündet, können die Schmerzen sogar in Ruhe auftreten.

Ursachen für einen Spreizfuß

Obwohl die Fußform teilweise genetisch bedingt ist und eine angeborene Veranlagung eine Rolle spielen kann, ist Überlastung die häufigste Ursache für einen Spreizfuß. Besonders betroffen sind aktive Läufer sowie Menschen, die im Alltag viel gehen oder lange stehen.

Die Beschwerden treten außerdem häufiger bei älteren Menschen sowie bei Frauen auf, die über Jahre oft hohe Absätze oder andere wenig fußfreundliche Schuhe getragen haben. Ein Spreizfuß kann auch infolge einer Verletzung der Fußmuskulatur oder nach einer Operation entstehen.

Wie kann man einem Spreizfuß vorbeugen?

Die beste Vorbeugung besteht darin, ergonomische und gut sitzende Schuhe zu tragen – insbesondere dann, wenn du viel gehst oder lange stehen musst. Sehr flache, dünne oder hochhackige Schuhe sollten möglichst nur selten getragen werden.

Wenn du auf solche Schuhe nicht verzichten möchtest oder sie zu besonderen Anlässen tragen willst, können Vorfußeinlagen den Druck auf den Vorfuß verringern und das Quergewölbe unterstützen. Es gibt verschiedene Ausführungen, die in die meisten Schuhe passen. Auch für hochhackige Schuhe sind spezielle Modelle erhältlich.

Neben geeignetem Schuhwerk und entlastenden Einlagen kann auch ein gezieltes Training der Fußmuskulatur sinnvoll sein. Kräftigungsübungen für den Vorfuß helfen dabei, Überlastungen vorzubeugen und die gesamte Fußfunktion zu verbessern. Solche Übungen lassen sich leicht zu Hause oder in einer Arbeitspause durchführen.

Welche Behandlung hilft bei einem Spreizfuß?

Die wichtigste Maßnahme bei einem Spreizfuß ist das Tragen bequemer, ergonomischer Schuhe. Die Schuhe sollten breit genug sein, damit der Vorfuß nicht eingeengt wird, und gleichzeitig guten Halt geben. Auch druckentlastende Einlagen aus Silikon können den Vorfuß schützen und stoßdämpfend wirken.

Ein besonders bewährtes Hilfsmittel ist die Pelotte. Dabei handelt es sich um eine anatomisch geformte Vorfußstütze, die im vorderen Bereich des Schuhs, direkt hinter den Zehengrundgelenken, platziert wird. Durch ihre Form stützt sie das abgesunkene Quergewölbe und bringt den Vorfuß wieder in eine natürlichere Position. Dadurch kann der Druck auf die Fußballen deutlich reduziert werden.

Pelotten – auch Vorfußstützen oder Vorfußeinlagen genannt – bestehen häufig aus Silikon oder Leder und sind in vielen Varianten erhältlich, passend zu unterschiedlichen Schuharten und Bedürfnissen. Einige Modelle, wie zum Beispiel diese Pelotten aus Ziegenleder, eignen sich auch für Holzschuhe. Inzwischen gibt es zudem Modelle für Flip-Flops und Sandalen.

In der Regel werden Pelotten auf die Innensohle geklebt und können anschließend einfach mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Für Personen, die zu Hause häufig barfuß oder in Socken gehen, gibt es auch Einlagen, die ohne Schuhe verwendet werden können. Diese werden rund um die Zehen befestigt und lassen sich waschen.

Wenn sich durch die Fehlbelastung Hornhaut im Bereich der Fußballen gebildet hat, kann eine pflegende Fußcreme helfen, die Haut weicher zu machen und mit Feuchtigkeit zu versorgen. Bei regelmäßiger Anwendung fühlt sich die Haut wieder geschmeidiger und angenehmer an.

Wann solltest du professionelle Hilfe suchen?

Wenn sich bereits ein Morton-Syndrom entwickelt hat und der Nerv entzündet oder stark gereizt ist, kann eine Behandlung mit Kortisoninjektionen oder entzündungshemmenden Medikamenten notwendig werden. Wer beruflich viel gehen oder stehen muss, benötigt unter Umständen eine Krankschreibung, damit der Fuß ausreichend entlastet werden kann.

Schmerzen im Vorfuß (Metatarsalgie) können auch andere Ursachen haben. Wenn die Schmerzen zum Beispiel in Ruhe auftreten und mit Steifheit verbunden sind, können auch Arthrose, Gelenkverschleiß oder andere Erkrankungen dahinterstecken. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden, die sich durch Schonung nicht bessern, solltest du daher immer einen Arzt aufsuchen, um eine sichere Diagnose zu erhalten.

Unseren Newsletter abonnieren

Ja, ich bin mit dem Erhalt des Shop4body-Newsletters einverstanden, in dem ich über Sonderangebote und neue Produkte per E-Mail informiert werde.

Ich kann meine Zustimmung jederzeit widerrufen.